Dartschutz für die Wand: Materialien, Größen und Montage
Ein Dartboard an der Wand bedeutet immer auch Spuren an der Wand. Fehlwürfe landen früher oder später neben der Scheibe, und wer regelmäßig spielt, kennt die kleinen Löcher im Putz. Ein Dartschutz ist deshalb keine Spielerei, sondern eine sinnvolle Investition, besonders in Mietwohnungen oder in Räumen mit empfindlichem Untergrund. Die Auswahl an Materialien ist überschaubar, aber die Unterschiede zeigen sich erst im Detail.
Filzmatten sind die günstigste Variante. Sie dämpfen den Aufprall gut, lassen sich zuschneiden und sind in vielen Farben erhältlich. Der Nachteil: Nach einigen Monaten intensiven Spiels sitzen die Pfeile nicht mehr fest, weil sich das Material verdichtet. Kork ist dichter und langlebiger, schluckt aber weniger Energie, was bei dünnen Wänden zum Problem werden kann. Am robustesten sind Kunststoffplatten mit Noppenstruktur. Sie halten jahrelang, sind leicht zu reinigen und nehmen auch schwerere Darts problemlos auf. Für den Schutz des Bodens unter dem Board empfiehlt sich zusätzlich ein Dartteppich, der die gleichen Aufgaben übernimmt.
Bei der Größe gilt eine einfache Faustregel: Der Schutz sollte mindestens 60 Zentimeter breit und 80 Zentimeter hoch sein, gemessen vom Zentrum des Boards aus. Wer häufig knapp daneben wirft, fährt mit 90 mal 90 Zentimetern besser. Wichtig ist, dass der Schutz hinter dem Board montiert wird und nicht davor, sonst verfälscht er die Wurfabstände. Die genauen Vorgaben zu Dartboard Höhe und Abstand sollten ohnehin vor der Montage geklärt werden, denn ein falsch positioniertes Board macht jeden noch so guten Schutz sinnlos.
Wer nicht bohren darf oder will, greift zu lösungsmittelfreien Klebepads oder Klettbandsystemen. Klebepads mit Acrylkleber halten auf glattem Untergrund überraschend gut, versagen aber auf Raufaser oder strukturierten Tapeten. Klettbänder sind die flexibelste Lösung, weil sie sich rückstandsfrei entfernen lassen und mehrfach verwendet werden können. Schwere Schutzplatten brauchen allerdings eine Unterkonstruktion aus dünnen Holzleisten, die ebenfalls geklebt wird. Vor dem Anbringen sollte die Wand gründlich entfettet werden, sonst hält keine Klebeverbindung dauerhaft.